MSV Liezen bei der IDM 2012

 

Bereits 2011 war der MSV Liezen mit schlagkräftiger Truppe zur IDM am Red Bull Ring angereist und erhielt heuer Unterstützung von höchster Stelle in Form des Präsidenten, welcher nach Heimkehr vom Kroatienurlaub nahtlos die Reise ins Aichfeld angetreten und sich damit den Unmut seiner Gattin zugezogen hat, weil er aufgrund des Termindrucks keine Gelegenheit vorfand, zuvor noch die Urlaubswäsch’ zu erledigen. Nachdem aber im Hause UHVP (unseres Herrn Vereinspräsidenten) auch bei der Wäsche Arbeitsteilung herrscht (er mocht´s dreckig, sie woscht’s), möchten wir an der zwangsläufig abzuhaltenden Nachbesprechung nicht teilnehmen.

 

Die Anreise , welche unter normalen Umständen (auch mit einem Bus) unter einer Stunde zu bewerkstelligen ist, zog sich aufgrund Aquaplanings (auf den Zungen der Insassen) über Gebühr in die Länge, sodass die vormittäglichen Trainingsläufe am Samstag ohne fachkundige Kommentare seitens unserer Motorsportexperten auskommen mussten. Erschwerend kam beim Aufbau des Lagers hinzu, dass uns seitens der Firma Zweirad Lenz ein Zelt leihweise zur Verfügung gestellt wurde, welches für den Aufbau zumindest den Abschluss an der Technischen Hochschule erfordert und somit das teilnehmende Beamtentum samt den Herrn mit dem geschützten Arbeitsplatz (UHVP) an den Rand des Nervenzusammenbruchs brachte.

 

Das Studium des Zeitplans brachte Kurt Z. zur Erkenntnis, dass sich bis zum Training der Seitenwagen ohnehin nichts Weltbewegendes an der Strecke ereignen wird und somit die Vorbereitungen zum Verzehr des mitgebrachten Grillgutes unter gelegentlichem Nippen am Bierglas die bessere Wahl zu sein schien.

 

Nach dem Training der Seitenwagen kam das Rennen der Klasse Supersport zur Aufführung, welche nicht nur ob des österreichischen Sieges unsere Zustimmung fand. Der Abend wurde in gewohnter Manier vorerst getrennt verbracht. Kurt und UHVP bevorzugten die beschauliche Atmosphäre am Campingplatz und erhielten noch Besuch vom Schweinberger Gerfried, welcher unweit der Strecke zu Hause ist. Tom & Co. konnten unmöglich auf die After-Race-Party verzichten und wurden mit Musik vom Feinsten, kühlem (günstigen!) Bier und netten Kontakten zu den zahlreich anwesenden Rennfahrern verwöhnt. Kassier Manfred B., welcher sich aufgrund des Umstandes, dass sich KTM aus der IDM zurückgezogen hat, mit einem BMW-Kapperl verkleidet hatte, wurde im Fahrerlager fündig und hat (wie bereits 2011) den amtierenden Meister Martin Bauer heimgesucht. Jedenfalls hat Manfred im Vorjahr offensichtlich Eindruck hinterlassen, denn sowohl Bauer als auch seine Gefährtin konnten sich an ihn erinnern und hatten sogar noch ein Foto vom Vorjahr parat.

 

Zu späterer Stunde traf sich jedenfalls die ganze Partie wieder im Camp, wo in der Zwischenzeit Kurt und UHVP auf edlen Roten umgestiegen waren. Am nächsten Morgen kam das böse Erwachen in Form warmen Bieres, nachdem uns ein netter Mundl den Kühlschrank ausgesteckt hatte. Das über den G’scherten hereingebrochene Unwetter, verabreicht von UHVP, hat zwar das Bier nicht kälter, uns aber zufriedener gemacht.

 

Die Tribüne glich auch am Sonntag wieder einem Backofen, weshalb bei der Auswahl, welche Rennen besucht werden, sehr selektiv vorgegangen und die restliche Zeit lieber im schattigen Zeltlager verbracht wurde. Manfred zog sich ohnehin zu einer mehrstündigen Nachdenkpause in das Innere des Gemeindebusses zurück, um das Erlebte und Gebecherte des Vortages verarbeiten zu können. Die Rennen waren jedenfalls angeblich spannend und wer gewonnen hat, wissen wir dank www.idm.de auch.

 

Autor dieses humorvoll, anschaulichen Berichtes: Hellinger Thomas

 

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